Webnode – der Underdog für KMUs

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webnode Erfahrungsbericht / Review 2019
60%

Kurzfazit: Mit Webnode ist eine schnelle Umsetzung des eigenen Webshops auch für Neulinge im E-Commerce möglich. Moderne Designs und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis machen die SaaS vor allem für kleine Shops attraktiv, die ihre ersten Gehversuche wagen können. Komplexere Shop-Projekte sind aufgrund der technischen Einschränkungen jedoch nicht möglich. Hierfür sollten umfangreichere Alternativen genutzt werden.

  • 1. Installation & Einrichtung
  • 2. Hosting
  • 3. Kosten & Preise
  • 4. Design & Templates
  • 5. Frontend
  • 6. Backend
  • 7. Marketing
  • 8. Schnittstellen
  • 9. Sicherheit
  • 10. Support
Webnode Startseite
Bild: Webnode Startseite (de.webnode.com)

Webnode ist ein klassischer Vertreter des Baukasten-Prinzips. Bereits über 30 Millionen User weltweit nutzen das System und trotzdem ist der SaaS-Anbieter im deutschsprachigen Raum eher ein Underdog. Ob diese Randexistenz berechtigt ist oder ob dem Website-Builder mit seiner Webshop-Funktion mehr Aufmerksamkeit zusteht, klären wir in unserer Webnode Review.

Für wen ist Webnode geeignet?

Die sehr leichte Bedienung macht Webnode vor allem für Laien sehr attraktiv. Man benötigt keinerlei Grundwissen oder Vorerfahrung, um mit wenigen Klicks einen optisch ansprechenden Webshop einzurichten. Generell eignet sich Webnode eher für kleine Shops und Startups mit einem weniger komplexen Angebot. Dies liegt zum einen an der geringen Funktionsauswahl. Hauptsächlich sind aber zwei andere Faktoren hierfür ausschlaggebend: Der Webshop besitzt eine maximale Tiefe von 3 Ebenen, umfangreiche Kategorien mit Subkategorien sind damit nicht möglich. Zudem können Varianten nur im Profi-Tarif definiert werden. Große Shops werden hier eher enttäuscht. Der Funktionsumfang ist gut, dennoch fehlen viele wichtige Funktionen wie eine Suche

Ist eine Agentur notwendig?

Der webnode Onlineshop kann ganz einfach allein eingerichtet und genutzt werden. Eine Agentur wird nicht benötigt. Sollte allerdings die Produktauswahl zu groß werden, um sie allein zu pflegen, stößt webnode schnell an seine Grenzen. In diesem Falle ist ein Wechsel zu einem leistungsstärkeren Anbieter ratsam.

1. Installation & Einrichtung

Die Ersteinrichtung wirkt auf den ersten Blick sehr einfach. Nach der Anmeldung wird im ersten Schritt das Design gewählt. Hier stehen für Onlineshops 12 Templates zur Auswahl bereit. Nachdem man alle Kontaktdaten vom Firmennamen bis zur Umsatzsteuer-Nummer eingetragen hat, ist der Webshop im Groben eingerichtet und kann weiter angepasst werden. Eine kurze Videoanleitung führt zu Beginn durch alle Schritte.
So simpel es am Anfang scheint, ist die konkrete Ersteinrichtung nicht – besonders für Laien. Alle Optionen sind gut erklärt, jedoch sind sie nicht immer sofort auffindbar. Einige Punkte, wie der Versand, müssen manuell eingerichtet werden. Auswahlmöglichkeiten oder Plugins sind nicht vorhanden. Es ist zudem suboptimal, dass während der Onlineshop Ersteinrichtung alle Seiten erreichbar sind. Eine Hinweisseite kann nicht eingestellt werden, wenn der E-Shop noch nicht offiziell gelauncht ist.

Ein kostenloser Test wird nicht angeboten, dafür kann ein Onlineshop über den kostenlosen Tarif eingerichtet und einige Premium-Funktionen getestet werden. Viele Funktionen sind allerdings nicht freigeschalten, was ein objektives Testen erschwert. Es kann lediglich die 15 Tage Geld-Zurück-Garantie genutzt werden. Hierfür sind aber die Eingabe alle Daten sowie die jährliche Gebühr notwendig.

Bewertung: 6/10

Die Ersteinrichtung ist soweit recht schnell und einfach durchgeführt. Die ersten Schritte sind intuitiv gestaltet und Laien finden sich auch im Editor schnell zurecht. Wer allerdings einige Erfahrung im E-Commerce besitzt, wird manche Optionen nicht am erwarteten Platz vorfinden.

2. Hosting

Der webnode Onlineshop bietet gerade einmal 2 – 5 GB Speicher, für professionelle Onlineshops sind diese Grenzen schnell erreicht. Auch die Bandbreite ist im Standard-Tarif stark eingeschränkt und bietet nur 10 GB. Sobald diese Grenze erreicht wird, ist der Webshop deaktiviert und kann nicht mehr aufgerufen werden. Lediglich der Profi-Tarif kommt mit einer unlimitierten Bandbreite daher. Problematisch ist dabei auch, dass selbst eigene Bearbeitungen während dem Onlineshop Erstellen an der Bandbreite zehren. Eine eigene Domain ist in jedem Tarif im ersten Jahr kostenlos enthalten. Bestehende Domains können zu webnode transferiert werden. Eine schlichte Anbindung ist leider nicht möglich. In den Tarifen sind 20 bis 100 E-Mail-Konten sowie eine SSL-Verschlüsselung enthalten.

Bewertung: 6/10

Das Hosting bietet in manchen Punkten zu wenig Leistung. Eine Speicherkapazität von 5 GB ist schnell erreicht, wenn viele Produkte angeboten werden. Große Webshops werden sich dann externe Dienstleister nutzen müssen. Auch die Anbindung einer bestehenden Domain wäre wünschenswert.

3. Kosten & Preise

Insgesamt bietet Webnode vier Tarife, ein Onlineshop ist allerdings nur in folgenden Varianten enthalten:

  • Standard: 9,95 EUR mtl.
  • Profi: 16,95 EUR mtl.

Alle Tarife profitieren von dem Premium-Kundendienst und können eine eigene Domain an den Shop anbinden. Zudem sind ein SSL-Zertifikat, E-Mail- und Mitgliederkonten sowie mehrere Sprachpakete immer inklusive.

Bei webnode müssen während des laufenden Betriebes keine weiteren Kosten befürchtet werden. Es werden weder Einrichtungs- noch Transaktionsgebühren erhoben. Nach Ablauf eines Jahres muss lediglich die Domain-Lizenz für 17,95 EUR erneuert werden.

Einen Demoshop oder eine Testphase bietet webnode nicht an. Dafür kann eine kostenlose Grundversion auf unbestimmte Zeit genutzt und die darin enthaltenen Funktionen getestet werden. Auch einige Premium-Funktionen sind kurzzeitig darin enthalten, jedoch bei weitem nicht alle. Dafür bietet webnode beim Erstkauf eine 100 %ige Geld-zurück-Garantie in den ersten 15 Tagen. So können alle enthaltenen Funktionen ausgiebig getestet werden, jedoch ist hierfür die Eingabe aller persönlichen Daten erforderlich.

Bewertung: 8/10

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei webnode sehr gut. Die Kosten sind übersichtlich und werden nicht durch Zusatzdienste erhöht. Schade ist allerdings das Fehlen eines echten Trials mit allen Funktionen der Premium-Pakete.

4. Design & Templates

Die Design-Auswahl ist eher gering, gerade einmal 12 Templates stehen in der Kategorie E-Shop bereit. Diese sind allesamt branchenspezifisch und bieten Designs für Mode, Schmuck, Fahrräder, Sportgeräte, Handarbeiten, Dekorationsartikel oder Lebensmittel. Webnode bietet insgesamt 94 Designs aufgeteilt in 8 Kategorien. Alle Templates sind responsiv und optisch ansprechend und modern. Allerdings ähneln sich die Themes teilweise stark. Webnode liefert auch einige Bilder und animierte Hintergründe mit. Eigene Bilder können problemlos über das gleiche Interface hochgeladen und im gesamten Shop genutzt werden. Leider ist es nicht möglich, weitere Designs über Drittanbieter zu beziehen, die vorhanden Vorlagen grundlegend zu ändern oder eigene Themes zu erstellen.

Über den praktischen Drag and Drop Editor können die Designs weiter angepasst werden, allerdings ist dieser weniger intuitiv gestaltet als bei der Konkurrenz. Als Hilfestellung steht ein umfangreiches Handbuch mit allen wichtigen Informationen zum Umgang mit dem Editor und allen anderen Shop-Aspekten bereit. So können Produkte erstellt und bearbeitet, neue Seiten eingerichtet und die Struktur umgeändert werden. Zudem ist es möglich, an jeder Stelle im Frontend HTML-Code einzufügen. Eine richtige Möglichkeit der HTML-/CSS-Anpassung mit einem eigenen HTML-Editor gibt es aber leider nicht.

Bewertung: 7/10

Webnode bietet zwar moderne und ansprechende Designs, die Auswahl ist aber sehr gering und nicht sehr differenziert. Auch fehlt es an innovativen Inhalten, alle Templates sind eher klassisch zurückhaltend und können nur im geringen Rahmen (Elemente-Anordnung, Texte, Bilder) angepasst werden.

5. Frontend

Das Frontend ist soweit übersichtlich gestaltet, Kunden finden sich schnell zurecht und können schnell zu den gewünschten Abschnitten navigieren. Der Klick-Pfad ist gezwungenermaßen recht kurz, da Webnode nur drei Ebenen (Homepage und 2 Subebenen) unterstützt. Funktional ist das Frontend gut ausgestattet.

Die Produktdarstellung beschränkt sich auf das Wesentlichste. Für die einzelnen Produkte können ein Bild und eine Kurzbeschreibung eingestellt werden. Produktvarianten sind leider erst im Profi-Tarif möglich, und für diese können keine separaten Preise definiert werden. Zwar können Dateien als downloadbare Inhalte hochgeladen werden, der Verkauf von digitalen Produkten oder Auftragsarbeiten ist jedoch nicht möglich.

Der Checkout ist übersichtlich gestaltet und erstreckt sich über mehrere Seiten, kann aber nicht weiter bearbeitet werden. Für die Versandoptionen stehen keine brauchbaren Voreinstellungen bereit – sie müssen manuell eingetragen werden. Auch Anbindungen zu Versanddienstleistern gibt es nicht. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Zahlungsoptionen. Die Auswahl ist sehr gering, neben PayPal gibt es auch auf Nachnahme, Überweisung, Kreditkarte (über Stripe). Wesentlich besser ist die Situation bei den Währungen: Es stehen insgesamt 154 Währungen zur Auswahl bereit. Die dazugehörigen Steuersätze sind wiederum problematisch. Zwar ist ein Grund-Steuersatz voreingestellt (für den deutschen Markt 19 %), andere Sätze sind aber nicht vorhanden und müssen manuell hinzugefügt werden.

Der SaaS-Webshop kann in einigen Punkten durchaus überraschen. Über webnode lässt sich ein eigener Blog einrichten, dessen Beiträge sogar in Kategorien eingeordnet werden können. Auch eine 404-Seite existiert und lässt sich optisch anpassen. Die größte Stärke ist die Mehrsprachigkeit: Der Onlineshop kann in 2 bis über 20 Sprachen eingerichtet werden. Daneben sind diverse Formulare möglich, über die auch Daten versendet werden können, sowie eine Google Maps Einbindung.

Doch es gibt auch negative Aspekte. Zwar lässt sich ein Mitgliederbereich einrichten, dieser dient allerdings eher dem Schutz zugriffsbeschränkter Inhalte. Einen richtigen Kundenaccount mit einer Bestellübersicht oder etwa einer Wunschlisten-Funktion gibt es nicht. Auch eine Suchfunktion fehlt.

Funktional lässt sich der Webshop von webnode nicht weiter ausbauen. Es gibt weder eigene Widgets, noch einen eigenen App-Store. Dank der Möglichkeit, an jeder Stelle im Frontend HTML-Code einzufügen, können aber alle Arten von Scripten (etwa von Social Media Plattformen oder Widget-Anbietern) eingefügt werden.

Bewertung: 6/10

Funktional ist das Frontend von webnode zwiespältig. Auf der einen Seite bietet das SaaS einige praktische und nicht standardmäßige Funktionen wie eine Google-Map, 404-Seiten oder fast 100 Sprachen. Auf der anderen Seite fehlt es an grundlegenden Inhalten wie einer Suchfunktion oder einem Kundenaccount.

6. Backend

Das Backend ist soweit übersichtlich, beschränkt sich aber auf einige wenige Optionen. Man gelangt schnell zum separaten Drag and Drop Editor, kann Premium-Dienste aktivieren, Bestellungen, Formulardaten und Statistiken einsehen sowie Kunden und Mitglieder verwalten.

Die Produkte und Produktkategorien können nur über den Editor bearbeitet werden. Eine übersichtliche Auflistung aller Produkte und deren Eigenschaften gibt es nicht im Backend. Auch viele weitere Grundeinstellungen können nur im Interface des Editors vorgenommen werden. Diese nicht ganz klare Trennung von Design und Funktionen macht die Handhabung teilweise unnötig kompliziert.

Ähnlich dem Frontend profitiert auch das Backend von den vielen Sprachpaketen: Insgesamt sind aktuell 43 Sprachen für das Interface möglich. Allerdings kann die Sprache nicht in den Einstellungen festgelegt, sondern muss vor jeder Anmeldung im Footer ausgewählt werden.

Es können mindestens 100 Benutzerkonten erstellt werden. Jedem Benutzer wird dabei eine Funktion (Editor oder Admin) zugewiesen. In Kombination mit den Sprachpaketen ist so ein internationales E-Commerce Projekt mit einem mehrsprachigen Team sehr leicht realisierbar.

Für das Reporting steht ein eigenes Dashboard zur Verfügung, in dem übersichtlich alle wichtigen Kennzahlen und Langzeitanalysen dargestellt werden. Hier finden sich Informationen zum aktuellen Umsatz, den Bestellungen und den verkauften Produkten sowie Analysen zum Besucherverhalten und den Seitenaufrufen. Ein Risiko-Management ist allerdings nicht mit enthalten. Zudem lässt sich der Onlineshop mit Google Analytics verbinden.

Bewertung: 7/10

Das Backend ist selbsterklärend und intuitiv gestaltet, jedoch liegt der Hauptfokus auf der Design-Anpassung. Dadurch ist das Backend eher eine Mischung aus Drag and Drop Editor und diversen Optionen. Wer eine konkrete Einstellungsmöglichkeit sucht, wird oft nicht sofort fündig.

7. Marketing

Ein wenig besser ist das Marketing aufgestellt, doch auch hier wird viel Potential verschenkt. So können keine Gutscheincodes ausgegeben werden. Rabatte lassen sich über das Labeling in Kombination mit Vergleichspreisen für jedes Produkt einzeln einstellen, produktübergreifende Aktionen lassen sich aber nicht realisieren.

Lediglich SEO-Funktionen sind gut umgesetzt. Für jede Seite können Title, Meta-Description, Meta-Keywords und die URL angepasst, sowie weitere HTML-Angaben gemacht werden. Einzelne Seiten können zudem mit einem Klick vor Suchmaschinen versteckt werden. Daneben erstellt webnode automatisch eine Sitemap. Problematisch ist allerdings, dass die Suchmaschinen-Indexierung standardmäßig deaktiviert ist.

Kundenbewertungen oder Rezensionen sind nicht möglich, auch für das E-Mail-Marketing steht keine Funktion oder Anbindung zu anderen Anbietern bereit. Das Crossmarketing kann über webnode nicht realisiert werden. Es existieren weder eine Amazon, noch eine eBay Anbindung. Auch ein Multishop-System ist nicht realisierbar. Im Startmenü des Backends können zwar ganz leicht weitere Websites hinzugefügt und bearbeitet werden – theoretisch unendlich viele – diese sind jedoch unabhängig voneinander, es gibt weder einen Mastershop noch eine zentrale Produkt- und Lagersteuerung. Zudem benötigt jeder Webshop einen eigenen Tarif, ein Bundling oder Rabatte sind hierfür über webnode nicht möglich.

Für das Social Media sind keine Funktionen vorhanden. Es gibt weder Like- oder Share-Buttons, noch können über Widgets Feeds von Twitter oder Instagram eingefügt werden. Lediglich ein Facebook-Pixel lässt sich einfügen. Allerdings lassen sich entsprechende Scripte der Social Media Plattformen über HTML-Felder einfügen.

Ein Blog ist enthalten, dieser ist aber relativ einfach umgesetzt. Kommentare und Tags sind leider nicht möglich, dafür können externe Kommentarfunktionen angebunden werden. Zudem lassen sich alle Beiträge in Kategorien einsortieren.

Bewertung: 5/10

Zwar bietet webnode für das SEO einige praktische Einstellungsmöglichkeiten, doch neben einem Blog sind kaum weitere Marketing-Lösungen vorhanden.

8. Schnittstellen

Das Angebot an Schnittstellen ist bei webnode sehr mager. Es finden sich lediglich Anbindungen zu den Zahlungsanbietern PayPal und Stripe sowie Google Analytics. Wichtige Schnittstellen etwa zu Warenwirtschaft, ERP, Newsletter Software oder Social Media existieren nicht. Anbindungsähnliche Lösungen können über Widget-Scripte realisiert werden, etwa Like-Buttons.

Bewertung: 3/10

Die Schnittstellen sind die große Schwäche von webnode. Zwar finden sich vereinzelte Anbindungen zu externen Dienstleistern, doch das Groß an Möglichkeiten wird überhaupt nicht genutzt.

9. Sicherheit

Serverstandorte sind in der EU, aber nicht in Deutschland. Der Datenschutz unterliegt damit dem EU-Recht und ist somit jederzeit gewährleistet. Im Standard-Tarif sind 5 Backups möglich, für den Profi-Tarif gibt es keine Einschränkungen. Leider müssen diese manuell durchgeführt werden. Weitere Angaben zur Datensicherheit werden nicht gemacht.

Rechtlich ist der Webshop von webnode mit Vorsicht zu genießen. Der obligatorische Cookie-Hinweis lässt sich über den Design-Editor mit einem Klick aktivieren. Andere DSGVO-relevante Punkte liegen meist in der Verantwortung des Shop-Betreibers. Hierfür gibt webnode in seinem Blog nützliche Tipps und Hinweise. Problematisch sind vor allem die Preisangaben. Die Mehrwertsteuer wird erst im Checkout angezeigt, Preise von Produkteinheiten fehlen ganz.

Bewertung: 6/10

Die Datensicherheit und der Datenschutz sind soweit gegeben. Alle Daten werden über eine SSL-Verschlüsselung übermittelt, zudem garantieren europäische Server entsprechende Rahmenbedingungen. Weniger praktisch sind jedoch das manuelle Backup sowie einige Schwachpunkte in der DSGVO-Umsetzung.

10. Support

Es wird ein umfangreiches Handbuch angeboten, welches in mehreren Sprachen erhältlich ist. Es besitzt auch eine Suchfunktion, nur leider werden alle Suchanfragen auf englischsprachige Einträge verwiesen. Eine kleine FAQ unter jedem Tarif erläutert alle typischen Fragen und über den eigenen Blog informiert webnode regelmäßig über passende Themen und gibt Tipps für einfache Umsetzungen.

Der direkte Support besteht aus einem E-Mail Ticket-System sowie einer Telefon-Hotline. Beide Varianten sind für Premium-Nutzer kostenlos. Der Support ist verhältnismäßig schnell und zielführend, es wird stets auf eine freundliche und konstruktive Atmosphäre geachtet. Die meisten Anfragen können über beide Kanäle schnell und professionell geklärt werden.

Bewertung: 7/10

Der persönliche Support ist sehr angenehm und hilfreich. Anfragen werden relativ zügig und kompetent beantwortet. Als andere Supportmöglichkeiten existieren lediglich ein umfassendes Handbuch und der webnode Blog.

Alternativen

Webnode ist hierzulande trotz der vielen positiven Erfahrungsberichte eher ein Underdog unter den Homepage-Baukästen. Da sein Hauptaugenmerk weniger auf dem E-Commerce liegt, kann webnode nur schwer mit der starken Konkurrenz mithalten. Allen voran das SaaS Shopify als das internationale Schwergewicht sowie das CMS WordPress in Kombination mit WooCommerce oder anderen Onlineshop-Plugins bieten einen sehr großen Funktionsumfang und viele Erweiterungsmöglichkeiten. Wer weniger Wert auf Komplexität legt und eher auf eine sehr intuitive Bedienung sowie hochmoderne Designs legt, findet in Wix Stores die passende Alternative. Jimdo ist der Platzhirsch unter den deutschen Baukasten-Systemen und bietet nicht nur eine ähnlich hohe Funktionalität, sondern ist auch von Anfang an perfekt an das deutsche Recht und die DSGVO angepasst.

Zusammenfassung

Webnode ist ein einfach zu bedienender Homepage-Baukasten. Die vielen Sprachpakete und der dazu passende internationale Support sowie der hohen Anzahl an Mitglieder-Accounts machen das SaaS perfekt für internationale E-Commerce Projekte. Die Erstellung ist soweit unkompliziert und alle Begrifflichkeiten werden mit Quickinfos erläutert. Sollten dennoch Fragen offen sein, steht ein hilfsbereiter Support und viele weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Der Webnode Onlineshop ist optisch ansprechend, wenn die angebotenen Designs auch eher konservativ modern und weniger einzigartig erfrischend sind. Zwar können in den Kopf- und Fußbereichen eigener HTML-Code hinzugefügt werden, grundlegende Design-Änderungen mit validen Codes sind damit aber nicht möglich. Zudem ist der Funktionsumfang auf alle grundlegenden Optionen beschränkt. Hinzu kommt das Fehlen eines App-Stores. Dafür sind die Preise fair und im Vergleich zur Konkurrenz sogar recht günstig.

Webnode Onlineshop ist daher der Allrounder für kleine und größere Projekte. Der Homepage-Baukasten ist für Selbstständige und KMUs eine attraktive SaaS. Für Onlineshops aber trotz eigener Software-Lösung nur bedingt geeignet, da viele wichtige Funktionen wie eine Suchfunktion oder tiefere Seitenstrukturen fehlen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu webnode

1. Was ist webnode?

Webnode ist ein international sehr bekannter und beliebter Homepage-Baukasten, der auch eine Shop-Funktion in den zwei höchsten Tarifen beinhaltet.

2. Wie funktioniert webnode?

Als SaaS ist keine Installation notwendig. Nach einer kurzen Anmeldung kann man auch sofort von jedem beliebigen Browser aus den eigenen Onlineshop einrichten.

3. Was kostet webnode?

Webnode bietet für einen Webshop die zwei Tarife Standard und Profi. Preislich liegen die beiden bei monatlichen 9,95 bzw. 16,95 EUR. Weiter Kosten entstehen nicht.

4. Ich habe bereits eine Domain. Kann ich diese mit webnode nutzen?

Ja, das ist möglich. Dafür wird die bestehende Domain zu webnode transferiert, wodurch webnode das Hosting für die Domain übernimmt. Eine simple Anbindung der Domain ist nicht möglich.

5. Welche deutschen webnode Shops gibt es?

Unter den deutschen Vertretern finden sich vor allem kleine, spezialisierte Webshops, etwa aus der Solartechnik oder dem Tierfutter-Bedarf.

6. Wo stehen die Webnode Server?

Die Server des Schweizer Unternehmens stehen in ganz Europa verteilt, darunter etwa Tschechien. Deutschland zählt aber leider nicht zu den Standorten.

7. Wie kann ich mein webnode Konto kündigen bzw. löschen?

Nach Kauf kann man innerhalb von 15 Tagen ohne Angaben von Gründen kündigen und erhält den Kaufpreis zurück. Die Domain-Registrierung ist jedoch davon ausgeschlossen. Ein Widerruf ist zwar jederzeit möglich, dabei wird aber auf eine Rückerstattung der gezahlten Beiträge verzichtet.

Webnode – der Underdog für KMUs
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