Lightspeed eCommerce: in wenigen Schritten zum professionellen Onlineshop

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Lightspeed Erfahrungen / Review 2019
79%

Kurzfazit: Lightspeed ist eine sehr funktionale SaaS Onlineshop-Lösung und bietet ab dem Fortgeschritten-Tarif alle notwendigen Funktionen, um auch ohne Agentur einen professionellen Webshop zu betreiben. Vor allem mittelgroße Shops profitieren mit den passenden Tarifen von der hohen Funktionalität, der schnellen Einrichtung und der hohen Datensicherheit.

  • 1. Installation & Einrichtung
  • 2. Hosting
  • 3. Kosten & Preise
  • 4. Design & Templates
  • 5. Frontend
  • 6. Backend
  • 7. Marketing
  • 8. Schnittstellen
  • 9. Sicherheit
  • 10. Support

Lightspeed StartseiteLightspeed ist ein kanadisches Unternehmen, welches ursprünglich unter dem Namen SEOshop als niederländische E-Commerce Software auftrat. 2015 wurde dann SEOshop vom kanadischen Lightspeed übernommen. Der deutsche Markt ist eines der Kerngeschäfte, daneben kann sich Lightspeed über 50.000 Kunden weltweit erfreuen.

Die Cloud-Software für den E-Commerce besticht nicht nur mit einem bildstarken Frontend sondern besitzt neben vielen Standardfunktionen auch zahlreiche Schnittstellen etwa für Logistik und Warenwirtschaftssysteme.

Für wen ist Lightspeed eCommerce geeignet?

Die kanadische E-Commerce Software spricht vor allem mittelgroße Onlineshops mit regelmäßigen Geldeingängen an, die den Online-Vertrieb selbst in die Hand nehmen wollen. Die monatlichen Kosten können durch Themes und Plugins relativ teuer werden, wodurch Lightspeed für kleine Webshops meist unattraktiv ist.

Ist eine Agentur notwendig?

In der Regel wird keine Agentur benötigt. Die Einrichtung ist einfach umgesetzt und ohne weiteres Vorwissen möglich. Lediglich etwas Einarbeitungszeit kann notwendig werden. Wer jedoch weder die Geduld noch die Zeit für die Einrichtung besitzt, kann diese Aufgabe an entsprechende Agenturen abgeben. Auch wenn ein individuelles Theme gefordert wird, kann die Inanspruchnahme eines Design-Entwicklers nützlich sein, denn hierfür sind HTML/CSS Kenntnisse erforderlich.

1. Installation & Einrichtung

Vor dem eigentlichen Vertragsabschluss kann das Shopsystem 14 Tage lang kostenlos getestet und der Webshop bereits aufgesetzt werden. Nach Ablauf dieser Frist wird der Testshop automatisch deaktiviert und man kann selbst entscheiden, ob man den Shop im Tarif weiterführen möchte oder nicht. Zahlungsdaten werden für den Testzeitraum nicht verlangt.

Die Anmeldung und Einrichtung selbst sind schnell und einfach erledigt. Nachdem der gewünschte Tarif ausgewählt wurde, müssen nur persönliche Daten und Zahlungsinformationen angegeben werden. Nach Erhalt der Bestätigungs-Email kann der Onlineshop sofort bearbeitet werden. Eine vorherige Installation ist nicht notwendig, da die Shopsoftware von Lightspeed bereits in der Cloud installiert ist.

Bewertung: 9/10

Die Einrichtung des Onlineshops unter Lightspeed ist besonders einfach und erfordert keine Vorkenntnisse. Besonders praktisch ist der kostenlose Testzeitraum, der keine Kaufverpflichtung nach sich zieht.

2. Hosting

Das kanadisch-niederländische Unternehmen unterhält mehrere Serverstandorte in Kanada und den Niederlanden. Die Cloud-Server überzeugen mit

  • Unbegrenzter Speicherplatz
  • Traffic-Flat
  • Hohe Geschwindigkeit und kurze Ladezeiten
  • SSL-Zertifikat
  • Verfügbarkeit von 99 %

Weiter Angaben zur Serverleistung werden leider nicht gemacht. Eine Domain kann über Lightspeed direkt registriert werden. Es ist aber auch möglich, eine bereits bestehende Domain über DNS oder nameserver mit Lightspeed zu koppeln.

Bewertung: 9/10

Das Hosting kann auf ganzer Linie punkten. Die Cloud bietet alle Voraussetzungen für einen professionellen Onlineshop.

3. Kosten & Preise

Lightspeed ist ein kostenpflichtiges E-Commerce System und bietet keine kostenlose Community-Version an. Aktuell werden folgende Tarife angeboten:

  1. Starter: 49 EUR mtl.
  2. Fortgeschritten: 89 EUR mtl.
  3. Professionell: 189 EUR mtl.
  4. Enterprise: Preis auf Anfrage

Vertragslaufzeit beläuft sich bei allen Paketen auf 12 Monate. Ein Upgrade ist jederzeit möglich. Das Starterpaket ist im Funktionsumfang stark eingeschränkt, bietet aber alles, was ein erster Gehversuch im E-Commerce benötigt. So können bis zu 250 Artikel eingestellt werden, der Shop ist nur in einer Sprache erhältlich und es kann auf ein Reporting-Dashboard zugegriffen werden. Der Sprung zum nächsten Tarif ist bereits gewaltig. Hier sind bis zu 5.000 bzw. 15.000 Artikel möglich und neben mehreren Sprachen bietet der Webshop auch individuelle Checkouts, einen API Zugang, einen Blog, Mengenrabatte, PDF-Editor und vieles mehr.

Mit den monatlichen Tarifkosten ist es aber noch nicht getan:

Für jedes Paket werden nochmals 25 EUR Startupkosten – eine Art Einrichtungsgebühr – fällig. Auch die Templates im Store und die Plugins aus dem App-Store sind nur für monatliche Kosten erhältlich. Neben einigen kostenlosen Varianten können die Preise bis zu 97 EUR im Monat betragen. Positiv ist allerdings, dass keine Transaktionskosten verlangt werden. Gutscheine scheint es leider nicht zu geben.

Mit einer kostenlosen Demo kann Lightspeed ausführlich getestet werden. Das Prinzip dahinter ist recht einzigartig: Nachdem ein Tarif ausgewählt wurde, erhält man zunächst nur den Zugang zu einem Demoshop. Diesen kann man 14 Tage kostenlos und unverbindlich testen und seinen Onlineshop bereits aufsetzen. Nach diesen 14 Tagen läuft die Demoversion automatisch ab, ohne dass ein Vertrag oder Abo folgt. Nach Ablauf dieser Frist kann man sich entscheiden, ob man den Test- in einen aktiven Onlineshop umwandeln will oder eben nicht.

Bewertung: 6/10

Die Tarifpreise sind verhältnismäßig hoch. Allein der Basistarif ist teurer als so manches Premiumpaket anderer Anbieter. Da kann auch das Fehlen der Transaktionsgebühren nicht darüber hinwegtrösten. Das Angebot von Lightspeed wird daher erst ab dem Fortgeschrittenen-Paket wirklich interessant.

4. Design & Templates

Im separaten Template-Store bietet Lightspeed 50 eigene professionelle Themes an, jedoch sind nicht alle für den deutschen Markt verfügbar. Jedes Theme besitzt neben dem Default-Design auch branchenspezifische Varianten. Es gibt so Templates für die Kategorien Bekleidung, Fahrräder, Elektronik, Heimausstattung, Schmuck und Sport. Unter den verschiedenen Template-Varianten finden sich aber auch Beispiele für Lebensmittel oder auch Werkzeuge. Für die Branche eher unüblich sind die monatlichen Preise, die neben einigen kostenlosen Varianten zwischen 10 und 97 EUR liegen.

Alle Themes überzeugen mit ihrem hochmodernen Design, einem übersichtlichen Aufbau und einem bildstarken Auftritt. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Bildern, die auch in HQ präsentiert werden. Alle Templates sind daneben responsiv und nach eigenen Wünschen konfigurierbar. Hierfür steht ein HTML/CSS Editor zur Verfügung. Dank dem automatischen Bilderzuschneiden wird die Bildgröße nach dem Hochladen automatisch angepasst.

Es ist auch möglich, gänzlich eigene Templates zu erstellen und hochzuladen. Hierfür werden allerdings HTML und CSS Kenntnisse benötigt.

Bewertung: 7/10

Abgesehen von den monatlichen Kosten können die Designs mit ihrem modernen und bildstarken Auftreten durchaus überzeugen. Angenehm ist auch die Anpassbarkeit über den HTML/CSS Editor.

5. Frontend

Das Frontend von Lightspeed zeigt sich hochmodern und mit vielen praktischen Funktionen. Artikel können in Produktgruppen und -bündeln sortiert und angezeigt werden. Auch die Reihenfolge der Produkte lässt sich frei bestimmen. Auch ein direkter Produktvergleich ist möglich. Für die einzelnen Produkte können Varianten und Kategorien definiert werden. Neben den klassischen Produktbeschreibungen lassen sich über aktivierbare Spezialfelder eigene Angaben machen, etwa eine Gravur. Dadurch sist auch der Verkauf von personalisierten Produkten bedingt möglich. Der Verkauf digitaler Produkte ist so nicht vorgesehen, kann aber über ein Plugin hinzugefügt werden. Für die Artikeldarstellung lassen sich bis zu 10 Bilder hochladen. Eine Zoom- und eine Vorschaufunktion runden die Produktpräsentation ab.

Die Navigation ist besonders benutzerfreundliche konzipiert. Neben vielen Filter-Möglichkeiten, die auch selbst definiert werden können, kann auch ein Preisbereich abgegeben werden. Daneben lassen sich Produkte über Drops-Downs suchen.

Kunden können sich in eigene Accounts einloggen – sowohl über einen Lightspeed-Zugang als auch über Facebook einem Gast-Account. Sehr praktisch ist der beständige Warenkorb, der auch bei Bestellabbrüchen oder nach dem Ausloggen bestehen bleibt und im Backend eingesehen werden kann. Im eigenen Account können Kunden auch selbstständig Retouren veranlassen.

Checkout kann für eine schnelle Zahlungsabwicklung vereinfacht werden. So ist ein Ein-Klick-Checkout möglich oder ein Ladebalken zur Visualisierung kann hinzugefügt werden.

Es sind bis zu 7 Sprachen und bis zu 100 Währungen möglich und erlauben einen internationalen Auftritt. Passend dazu besitzt Lightspeed in jeder Version eine Übersetzungsfunktion und Währungen werden automatisch konvertiert. Lediglich die unterschiedlichen Steuersätze müssen manuell definiert werden.

Ein eigener Blog ist bereits integriert. Über das Blog-Tool können neben normalen Beiträgen auch Suchmaschinen-optimierte Inhalte erzeugt werden.

Bewertung: 8/10

Das Frontend bietet standardmäßig alles, was ein professioneller Onlineshop benötigt. Von der Artikeldarstellung über die Suchfunktion bis hin zum Kunden-Account ist alles optimal umgesetzt.

6. Backend

Das Backend von Lightspeed ist übersichtlich und intuitiv gestaltet. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit findet man sich schnell zurecht und kann alle gewünschten Einstellungen vornehmen. Leider ist die Übersetzung ins Deutsche nicht an jeder Stelle gelungen, sodass manche Bezeichnungen nicht immer sofort Sinn ergeben.

Das Dashboard dient als Startseite. Hier werden Verkaufszahlen, Lager- und Kundeninformationen übersichtlich angezeigt. Auch Bestellungen, die noch nicht bezahlt wurden, sind einsehbar. Inhaltlich ist das Dashboard auf die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Des Weiteren gibt es Reiter für

  • Statistiken
  • Bestellungen
  • Produkte
  • Kunden
  • Design
  • Inhalt
  • Marketing
  • Blogs
  • Apps
  • Tools

Es finden sich viele Einstellungsmöglichkeiten, mit denen der Onlineshop besser an die eigenen Vorstellungen angepasst werden kann. So können die Bestell-Benachrichtigungen weiter angepasst werden. Der Versand ist direkt in die Produkte integriert, sodass die Versandkosten automatisch berechnet werden. Dadurch ist es auch möglich, Versand-Etiketten direkt aus der Bestellung heraus auszudrucken. Was vielen Baukasten-Shops fehlt, ist hier inklusive: Retouren, Umtausch und Gutschriften sind in jedem Tarif möglich und lassen sich über das Kundenkonto direkt abwickeln. Die Retour-Ware wird dabei automatisch dem Bestand wieder hinzugefügt. Kundenkonten können eingesehen und in unterschiedliche Kundengruppen sortiert werden.

Eine Besonderheit ist, dass auch A/B-Tests möglich sind. Ein mächtiges Tool, mit dessen Hilfe verschiedene Seitenvarianten direkt miteinander vergleichen werden können. Bestehende Datensätze aus Excel-Tabellen können mit wenigen Klicks im Backend importiert werden. In den höheren Tarifen können mehrere Admin-Accounts aktiviert. Sogar unterschiedliche Befugnis-Level sind möglich, sodass jeder Mitarbeiter nur an dem ihm zugewiesenen Bereich arbeiten kann.

Standardmäßig werden automatisch bei Geschäftsaktivitäten Benachrichtigungen ausgegeben. Die Statistiken sind umfangreich und bieten grafische Informationen über Umsatz, Kundenaktivitäten oder Bestellungen. Die Bestellhistorie kann in Tages- Monats- und Jahresübersichten eingesehen werden. Alle einsehbaren Statistiken etwa zum Umsatz oder der Bestellhistorie können in Excel exportiert werden. Die Statistiken lassen sich dafür in Gruppen oder auf einer Timeline anordnen.

Über den App-Store kann der Funktionsumfang noch erweitert werden. Der eigene App-Store von Lightspeed bietet Plugins zu den unterschiedlichsten Themen wie Checkout, Social Media, OEM, Marketing oder Lagerverwaltung. Über eine API können auch eigene Erweiterungen integriert werden.

Bewertung: 7/10

Das Backend ist funktional sehr gut ausgestattet und bietet viele Einstellungsmöglichkeiten. Die Bedienung ist soweit gut gelungen, lediglich die Übersetzung hapert an manchen Stellen. Aufgrund ähnlicher Bezeichnungen (z.B. Titel, SEO Titel) wären erklärende Informationen sehr hilfreich, um eine eventuelle Ratlosigkeit insbesondere bei Einsteigern zu vermeiden.

7. Marketing

Das Marketing ist ein Kernbereich von Lightspeed. Mit vielen praktischen Funktionen können Kunden stärker an den eigenen Shop gebunden und zu wiederkehrenden Käufern geformt werden.

Die Erstellung von Gutscheinen ist im Backend von Lightspeed schnell und einfach realisiert. Die umfangreiche Rabattfunktion ermöglicht etwa limitierte oder zeitlich begrenzte Gutscheincodes, sowie Rabatte für Stammkunden oder auf Produkt- und Kundengruppen. Auch Gratis-Lieferungen ab einem Mindestbestellwert oder einer Mindeststückzahl werden unterstützt. Geschenkgutscheine sind leider nicht möglich. Über Staffelpreise lassen sich Mengenrabatte realisierten. Und auch Bundlings zur Umsatzsteigerung werden standardmäßig unterstützt.

SEO wird bei Lightspeed großgeschrieben. Das liegt vor allem an der ursprünglichen Version SEOshop, die sich dem Namen entsprechend genau darauf spezialisiert hatte. Im Ergebnis bietet Lightspeed eine Reihe eigene SEO-Tools, mit denen Meta-Tags selbst hinzugefügt und Produkte getagged werden können. Zusätzlich lassen sich die Seitentitel optimieren und Suchmaschinen-optimierte Produktbeschreibungen hinzufügen. Auch eine XML-Sitemap für ein besseres Crawling durch den Google Bot wird automatisch erstellt.

Die Kunden können im Webshop auch selbst zu Wort kommen. Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte ermöglichen einen direkten Austausch. Auch können informative Markenseiten eingerichtet werden, die gleichzeitig das interne Linkbuilding verbessern können. Für mehr Umsatz sorgt das Upselling beim Checkout. Hierfür steht ein eigener Abschnitt im Backend bereit. In den höheren Tarifen können auch mehrere Shops gleichzeitig verwaltet werden. Dafür steht ein eigenes Multishop-Tool zur Verfügung. Das Dropshipping ist in der Grundsoftware zwar nicht vorgesehen, doch mit entsprechenden Addons aus dem Lightspeed Store ist diese E-Commerce-Form möglich.

Für das E-Mail Marketing stehen eine Reihe von Funktionen bereit, etwa Mailinglisten, eine E-Mail Automatisierungs-Integration sowie zahlreiche anpassbare E-Mail Templates. Darüber lässt sich auch ein rudimentärer Newsletter einrichten. Für einen professionellen Newsletter stehen im Store passende Addons zur Verfügung.

Das Multichannel Marketing ist standardmäßig nicht über Lightspeed möglich. Einzig die Schnittstelle zu Facebook bietet hier eine Möglichkeit. Im App-Store finden sich einige Plugins, mit denen ein Multichannel Marketing realisierbar ist, etwa das Addon Billbee. So ist auch eine Anbindung an Marketplaces wie Amazon oder Ebay möglich.

Lightspeed bietet eine umfangreiche Social Media Integration. Zwar ist in der Grundausstattung nur eine Schnittstelle für Facebook vorhanden, doch über Erweiterungen können auch Anbindungen zu vielen weiteren Social Media Kanälen wie Twitter oder Instragram hergestellt werden.

Auch ein Blog mit umfangreichen Funktionen ist bereits integriert.

Zwar besitzt Lightspeed bereits ein grundlegendes Reporting, dieses kann aber durch Addons und die Google Analytics Schnittstelle weiter ausgebaut werden.

Bewertung: 9/10

Im Marketing-Bereich lässt Lightspeed nur wenige Wünsche offen. Die Funktionspalette ist umfangreich und bietet Lösungen für Social Media, SEO, Gutschein- und Multichannel-Marketing.

8. Schnittstellen

Lightspeed ist mit einer Vielzahl an direkten Schnittstellen ausgestattet, etwa zu DHL oder Sage (WaWi). Über die API können auch eigene Anbindungen erstellt werden. Alle Tarife enthalten standardmäßig über 25 Integrationen. Dazu gehören:

  • Zahlungsanbieter
  • Partner-Netzwerke
  • Shopping-Websites
  • Statistik-Software
  • Verwaltungs-Software

Zu den Zahlungsmöglichkeiten zählen etwa PayPal, Skrill, SEPA-Lastschriftverfahren oder GiroPay. Facebook ist standardmäßig integriert. Weitere Social Media Apps können im Store bezogen werden, so etwa LinkedIn, Twitter oder Instragram. Im Store können auch viele weitere Schnittstellen (zumeist kostenpflichtig) hinzugefügt werden. So ist immer eine Anbindung an Marketplaces, Warenwirtschaft- und ERP-Systeme oder Statistiken (wie Google Analytics) möglich.

Bewertung: 8/10

Anders als andere SaaS-Lösungen bietet Lightspeed eine Reihe von Schnittstellen – und das für jeden Tarif. Der Webshop ist so perfekt für jede Herausforderung gewappnet. Mit dem Hauseigenen Point-Of-Sale Kassensystem bietet Lightspeed sogar eine Lösung für Shops im Offline-Bereich.

9. Sicherheit

Die Sicherheit ist bei Lightspeed ein großes Thema. Eigene Schutzmaßnahmen schützen gegen Hacker-Angriffe, regelmäßige und kostenlose Updates garantieren jederzeit ein sicheres System. Alle Daten werden bei jeder Transaktion mit einem 256-Bit Zertifikat verschlüsselt. Die Datensicherheit wird zudem mit stündlichen Backups garantiert. Anders als bei vielen anderen Shopsoftware-Anbietern ist bei Lightspeed ein SSL-Zertifikat immer inklusive.

Die DSGVO wird von Lightspeed uneingeschränkt umgesetzt. Als Unternehmen mit europäischen Standorten werden alle personenbezogenen Daten entsprechend der Europäischen Vorgaben gespeichert und verarbeitet. Für die Inhalte der Onlineshops ist jedoch jeder Betreiber selbst verantwortlich.

Bewertung: 8/10

In Punkto Sicherheit überzeugt Lightspeed auf voller Linie. Sicherheitszertifikate, eine TrustedShops-Auszeichnung und regelmäßige Backups schützen die Shopdaten hervorragend. Für die rechtliche Umsetzung wird aber vor allem der Shop-Betreiber selbst in die Pflicht genommen.

10. Support

Der Support von Lightspeed ist täglich und rund um die Uhr erreichbar – und das gänzlich kostenlos. Der Starter-Tarif muss sich zwar mit dem E-Mail Support zufriedengeben, alle anderen Tarife können aber zusätzlich den Telefonsupport nutzen. Der Support ist immer bemüht, alle Fragen schnell zu klären. Ob Starter oder Stammkunde, der Support unterstützt jeden bei der Einrichtung und beim Umzug des Onlineshops. Zusätzlich kann von einem persönlichen Berater Gebrauch gemacht werden, der exklusiv für ein E-Commerce Projekt zuständig ist.

Daneben kann auf eine FAQ, eine Wissensdatenbank und diverse Videoanleitungen zurückgegriffen werden. Die meisten Fragen klären sich bereits hier.

Bewertung: 8/10

Ein großer Vorteil ist der umfangreiche und kostenlose Support über Telefon und E-Mail. Zwar gibt es keine aktive Community, diese ist aber bei dem restlichen Support-Angebot auch gar nicht notwendig.

Alternativen

Lightspeed als SaaS-Lösung steht in direkter Konkurrenz zu ähnlichen Shopanbietern wie Shopify oder OmecoCloud. Insbesondere preislich bieten die anderen wesentlich günstigere Tarife, diese bieten aber meist einen wesentlich kleineren Funktionsumfang.

Kleine Onlineshops, die keine Agentur beauftragen wollen, können auch den Shop-Tarif von Wix.com oder die Shop-Erweiterungen für WordPress nutzen.

Für große Onlineshops sind SaaS-Lösungen aufgrund der Funktionseinschränkung nicht sonderlich geeignet; diese sollten sich eher mit Open-Source oder On-Premise Software auseinandersetzen.

Zusammenfassung

Der Shop-Software Anbieter Lightspeed bietet mit seinen vier Tarifen sehr leistungsstarke Pakete, mit deinen ein professioneller Webshop schnell und unkompliziert realisiert werden kann. Vor allem das sehr ansprechende Frontend und die vielen Marketing-Möglichkeiten sprechen für Lightspeed.

Allerdings ist nicht alles optimal umgesetzt. Neben den vergleichsweise hohen monatlichen Kosten ist das Backend an einigen Stellen nur mangelhaft übersetzt und nicht immer gut erklärt, was die Arbeit damit erschwert. Auch die interne Statistik könnte etwas umfangreicher sein und es fehlen Marketing-Funktionen wie das Storytelling.

Alles in allem ist Lightspeed aber eine grundsolide Shopsoftware, mit der man ohne Programmier- oder Script-Kenntnisse einen ansprechenden und funktionalen Onlineshop erstellen kann.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Lightspeed

1. Was ist Lightspeed?

Lightspeed ist eine E-Commerce Software, die vollständig in der Cloud betrieben wird. Die europäischen Server stehen in den Niederlanden.

2. Wie funktioniert Lightspeed?

Lightspeed basiert auf dem Baukasten-Prinzip und bringt dafür einen praktischen Drag and Drop Editor und viele Einstellungsmöglichkeiten im Backend mit. Über viele standardmäßige Schnittstellen kann der Webshop mit diversen externen Dienstleistern aus den Bereichen Bezahlung und Versand, Verwaltung, Social Media uvm. direkt verbunden werden.

3. Was kann Lightspeed?

Der Lightspeed Onlineshop bietet ein breites Funktionsspektrum für die Artikeldarstellung, den Kundenbereich, das Marketing, SEO und die Lagerverwaltung. Das Hauptaugenmerk liegt vor allem auf der Kundenzufriedenheit, welche durch eine optimierte Suchfunktion, eine intuitive Bedienung sowie einen umfangreichen Kundenaccount realisiert wird.

4. Wie viel kostet Lightspeed?

Lightspeed bietet drei Tarife, die preislich zwischen 49 und 189 EUR sowie ein Enterprise Paket, welches mit noch mehr Funktionen individuell zusammengeschnürt wird. Transaktionskosten fallen nicht an, jedoch muss für jeden Tarif eine Startup-Gebühr in Höhe von 25 EUR gezahlt werden.

5. Wie installiere ich Lightspeed?

Für den Onlineshop von Lightspeed ist keine Installation notwendig. Die Shopsoftware wird in der Cloud gehostet, nach einer Registrierung kann der Webshop sofort eingerichtet werden.

6. Welche Shops nutzen Lightspeed?

Die Klientel von Lightspeed ist breit gefächert. Nach eigenen Angaben nutzen etwa 50.000 Kunden das moderne Shopsystem. Darunter finden sich als Lightspeed Shop Beispiele auch der Philips OEM Sample Webshop und der Focus Online Shop.

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