plentymarkets: Multichannel-Marketing perfektioniert

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plentymarkets Erfahrungsbericht / Review 2019
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Kurzfazit: Das deutsche Shop-System plentymarkets ist, was sein Name verspricht: ein leistungsstarkes Tool für das Omnichannel Marketing. Alle Funktionen sind auf eben diese Funktion abgestimmt und bieten für anspruchsvolle Shops die perfekte Entwicklungs- und Verwaltungs-Umgebung. Für kleine E-Commerce-Projekte, die nur über maximal zwei Kanäle ihre Produkte vertreiben, ist plentymarkets allerdings überdimensioniert.

  • 1. Installation & Einrichtung
  • 2. Hosting
  • 3. Kosten & Preise
  • 4. Design & Templates
  • 5. Frontend
  • 6. Backend
  • 7. Marketing
  • 8. Schnittstellen
  • 9. Sicherheit
  • 10. Support
plentymarkets Online-Shop Startseite
Bild: plentymarkets Online-Shop (www.plentymarkets.eu)

plentymarkets ist ein deutsches Software-Unternehmen mit Sitz in Kassel und einem Ableger in London. Es ist, was sein Name verspricht: Eine starke Software-Lösung für das Omnichannel Marketing.

Es handelt sich im Gegensatz zu den meisten anderen Shop-Lösungen um ein ERP mit eigener Onlineshop-Software und einer modularen Struktur. 2017 wurde plentymarkets sogar als ERP-System des Jahres ausgezeichnet.

Bereits auf den ersten Blick wird eines klar: Omnichannel ist das Schlagwort und alles ordnet sich dem unter. So wird auch die eigene Webshop-Software als ein Verkaufskanal von vielen gesehen, der sich mit über 40 weiteren Kanälen verbinden lässt. Was das in der Praxis bedeutet und für wen sich dieses umfangreiche ERP wirklich eignet, klären wir in unserer plentymarkets Review.

Für wen ist plentymarkets geeignet?

Auch wenn plentymarkets ein feingegliedertes Tarif- und Gebühren-System entwickelt hat, ist es nicht zwangsläufig für jeden Shop-Betreiber geeignet. Die E-Commerce Lösung ist hochkomplex und vor allem für Anfänger sehr unübersichtlich und nicht leicht verständlich. Das Tarif-System bietet zwar für wirklich jede Webshop Größe die perfekte Lösung, doch nicht jeder Anwender kommt mit der Software zurecht. Plentymarkets eignet sich daher am besten für mittelgroße und große Unternehmen, deren Fokus auf dem Multichannel-Marketing liegt. Für kleine Onlineshops mit weniger als 50 Produkten und nur zwei Verkaufskanälen ist die ERP Software schlicht überdimensioniert.

Ist eine Agentur notwendig?

Aufgrund der hohen Komplexität ist der Einsatz einer Agentur zum Onlineshop Erstellen durchaus ratsam. Insbesondere wenn viele Verkaufskanäle angeschlossen und mehrere hundert Artikel eingepflegt werden sollen, ist der technische und zeitliche Aufwand für einen Webshop-Betreiber allein zu groß. Mit entsprechender Vorerfahrung und bestenfalls grundlegenden PHP-Kenntnissen kann der Einstieg in das umfangreiche ERP aber durchaus gelingen.

1. Installation & Einrichtung

Bevor man sich für plentymarkets entscheidet, kann man das umfangreiche ERP ausgiebig und kostenlos 30 Tage lang testen. Zahlungsinformationen sind dafür nicht notwendig, lediglich einige persönliche Daten werden abgefragt. Innerhalb dieser Testphase können alle Funktionen und Leistungen vollumfänglich getestet werden. Das Trial endet nach dem Testzeitraum automatisch. Die 30 Tage sind durchaus notwendig, wenn man selbst noch keine Erfahrungen sammeln konnte. Das ERP ist sehr umfangreich und kompliziert in der Bedienung. Der Trial bietet ausreichend Zeit, um sich mit allen wichtigen Aspekten auseinanderzusetzen und ein Gefühl für das System zu bekommen.

Die Anmeldung ist noch recht einfach. Nach Eingabe aller persönlicher Daten und Zahlungsinformationen ist sie bereits nach wenigen Minuten erledigt. Mit der Bestätigungs-E-Mail, die neben einigen ersten Informationen auch die Login-Daten enthält, kann man sich im Backend einloggen. Die Einrichtung hingegen ist aufgrund des großen Funktionsumfangs sehr aufwendig und langwierig. Ein erstes Anzeichen dafür bietet der Quickstart-Guide, der allein über 60 Seiten umfasst. Es fehlen beim ersten Einloggen Hinweise zu den nächsten Schritten. Doch Beispielbestellungen und -produkte helfen, ein Gefühl für die Einrichtung zu bekommen. Die Onlineshop-Erstellung ist langwierig und alles andere als intuitiv. Grundlegende IT-Kenntnisse und ausreichend Vorerfahrung mit ähnlichen Systemen sind definitiv von Vorteil. Auch Geduld ist ein kritischer Faktor, will man die Software allein installieren und einrichten.

Bewertung: 5/10

Einfach und schnell ist die Einrichtung nicht. Vielmehr müssen die einzelnen Funktionen erst entdeckt und verstanden werden. Zwar helfen hier Video-Tutorials, ein großes Quickstarter-Handbuch und Beispiele, doch es fehlen konkrete Einrichtungshilfen.

2. Hosting

Die Software wird in der Cloud gehostet und bietet dadurch alle Annehmlichkeiten eines deutschen Hosters. Die Software wird regelmäßig geupdated und die System-Ressourcen werden automatisch an die Webshop-Bedürfnisse angepasst. Der Onlineshop bleibt daher jederzeit hoch skalierbar für eine konstante Performance auch zu Stoßzeiten. Über plentymarkets kann eine neue Domain bestellt oder eine bestehende Domain angebunden werden. Ein SSL-Zertifikat ist nicht inklusive und muss kostenpflichtig hinzugebucht werden. Doch hostet man die Domain bei einem externen Provider, kann man auch über diesen ein SSL-Zertifikat beziehen. Die Server und damit alle Webshops sind Trusted-Shops-vorzertifiziert sowie TÜV-zertifiziert. Im Plus-Tarif kann sogar ein gänzlich eigener Cloud-Server angemietet werden.

Bewertung: 7/10

Konkrete Angaben zum Server oder der Uptime werden leider nicht gemacht, doch kann plentymarkets mit hochmodernen, leistungsstarken Servern in deutschen und britischen Rechenzentren überzeugen.

3. Kosten & Preise

Im Gegensatz zu reinen Onlineshop-Anbietern sind die Tarife bei plentymarkets hoch differenziert und bieten damit für wirklich jeden Anspruch das passende Modell. Die Tarife unterteilen sich in drei Gruppen:

1. Starter

Zero: 0 EUR mtl.
Basic: 39 EUR mtl.
Advanced: 79 EUR mtl.

Dieser Tarif ist für Einsteiger und kleine Shops konzipiert und beinhaltet bereits alle Softwaremodule. Mit der 1-monatigen Laufzeit und den 0,5 – 0,4 % Transaktionsgebühren bleibt der Webshop jederzeit flexibel. Weitere Merkmale sind:

  • 3 – 10 Nutzerlizenzen
  • 1 angebundener Onlineshop inklusive (bis zu 15 insgesamt)
  • 2-3 Vertriebslager inklusive
  • Bis zu 10 POS möglich

2. Pro

Classic: 129 EUR mtl.
Flex: 249 EUR mtl.

Pro ist der Tarif für mittelgroße Shops und erfahrene E-Commercer. Die Laufzeit ist frei wählbar und liegt zwischen 3 und 12 Monaten. Auch hier werden Transaktionsgebühren erhoben. Diese sind gestaffelt nach Auftragspaketen, Umsatz oder je Auftrag. Weitere Auszeichnungen:

  • 20 – 30 Nutzerlizenzen
  • 1 angebundener Onlineshop inklusive (bis zu 30 insgesamt)
  • Bis zu 99 POS möglich

3. Plus

Für komplexe Unternehmen mit höchsten Ansprüchen bietet plentymarkets diesen Tarif mit individueller Betreuung über Telefon oder vor Ort sowie einer eigenen Cloud. Die Preise orientieren sich am E-Commerce Projekt und lassen sich nur individuell festlegen.

Alle Tarife zeichnen sich durch einen unbegrenzten Datenspeicher, kostenlose Software-Updates, einem Zugang zum Forum sowie eine eigene Rest-API aus. Wie bereits erwähnt, werden Transaktionsgebühren erhoben. Das Abrechnungsmodell ist ab dem Basic-Tarif allerdings sehr komplex und gänzlich auf die gewählte Abrechnung bezogen. Weitere Kosten können etwa durch eine Agentur, ein SSL-Zertifikat oder Plugins aus dem eigenen Store. Die meisten Erweiterungen sind kostenlos verfügbar, einige können aber bis zu 2.000 EUR kosten.

Praktisch ist die Möglichkeit, das System 30 Tage lang kostenlos und vollumfänglich zu testen. In dieser Zeit sind alle Funktionen und Leistungen ohne Einschränkungen verfügbar. Es wird hierfür ein eigenes Testsystem erstellt. Nach Fristablauf ist es automatisch nicht mehr erreichbar, kann aber nach dem Bezahlvorgang gänzlich weiter genutzt werden.

Bewertung: 7/10

So komplex plentymarkets ist, so umfassend ist auch sein Tarifsystem. Angeboten werden Tarife für Einsteiger, E-Commerce-Erfahrene und Profis mit spezifischen Anforderungen. Die Preise sind fair gestaltet und bieten für jedes Unternehmen genügend Spielraum. Einzig die etwas teuren und komplexen Transaktionsgebühren der Pro-Tarife fallen negativ ins Gewicht.

4. Design & Templates

Die hochkomplexe Struktur setzt sich auch beim Design fort. Es gibt genau genommen nur ein Design: Ceres. Doch dieses besteht aus zwei logisch getrennten Einheiten, dem Plugin Ceres als Standard-Design und dem Plugin IO mit der gesamten Webshop-Logik. Im Store finden sich insgesamt 16 branchenspezifische Themes als Design-Erweiterung.

Ceres ist optisch zwar nichts Besonderes, bietet aber genügend Spielraum für eigene Ideen und ist zudem responsiv. Mit entsprechenden PHP- und HTML-/CSS-Kenntnissen kann Ceres den eigenen Vorstellungen angepasst werden. Auch die Erstellung und Einbindung eines gänzlich eigenen Themes ist möglich – hierfür braucht es aber fundierte IT-Kenntnisse. Über externe Portale können weitere Themes bezogen werden.

Bewertung: 7/10

Die Default-Lösung ist zwar kein überragendes Design, birgt aber genügend Spielraum für individuelle Verbesserungen. Zudem können eigene Templates erstellt oder von externen Plattformen bezogen werden. Voraussetzung für eine Bearbeitung sind aber entsprechende PHP- und HTML-Kenntnisse.

5. Frontend

Das Standard-Design Ceres ist soweit optisch ansprechend und übersichtlich, Besucher finden sich schnell zurecht und können ohne weitere Probleme durchnavigieren. Auch funktional lässt das Frontend von plentymarkets nichts vermissen. Es gibt einen umfangreichen Kundenbereich, einen Blog, Wunschlisten und optionale Funktionen wie die Sendungsverfolgung. Die sehr effektive Suchfunktion sowie die Artikelsortierung können individuell angepasst werden. Einzelne Produkte werden so ganz nach Bedarf in den Sucheinträgen nach Vorn oder Hinten verschoben. Widgets erweitern das Frontend funktional noch weiter.

Die Produktdarstellung ist sehr umfangreich und beinhaltet unter anderem Beschreibungstext, Merkmale, Bilder, Kategorien, Attribute, Preise, Hersteller, Barcodes und den Lagerbestand. Einzelne Artikellisten werden über Tags realisiert. Relevante Artikel werden so gemeinsam dargestellt und bieten so sinnvolle Produktkombinationen (Stichwort Upselling). Praktisch ist auch die Möglichkeit, digitale Produkte verkaufen zu können

Der Checkout ist in allen Punkten rechtssicher. Dank der EHI- und Trusted-Shops-Zertifizierung ist dies sogar garantiert. Insgesamt stehen 26 Versanddienstleister zur Verfügung, darunter DHL, UPS, Hermes, GLS oder DPD. Zudem werden viele Zahlungsanbieter von PayPal über Klarna und sage Pay bis hin zu Amazon Pay und 20 weiteren unterstützt. Hier findet sich sogar EasyCredit, welches einen Ratenkauf ermöglicht. Für den internationalen Verkauf sind ganze 37 Währungen und ihre Steuersätze bereits vorinstalliert. Passend dazu ist auch eine automatische Umrechnung mit an Bord. Standardmäßig erstreckt sich der Checkout über mehrere Seiten. Über Plugins kann er aber weiter angepasst werden. Wenn aber auf einen einseitigen Checkout verzichtet werden kann, ist dies nicht zwingend notwendig, da er bereits sehr übersichtlich gestaltet ist und eine reibungslose Kaufabwicklung garantiert.

Bewertung: 8/10

Das Frontend von plentymarkets bietet ein optimales Shopping-Erlebnis für alle Besucher. Seine übersichtliche Struktur, die intelligente Suchfunktion und die umfangreiche Artikeldarstellung gestalten die Artikelsuche angenehm und zielgerichtet. Auch funktional lässt das Frontend nichts vermissen. Ein durch und durch moderner Storefront.

6. Backend

Ein Backend namens Terra, und auf die besagte Erde wird man schnell gesetzt. Auf den ersten Blick erscheint das Backend von plentymarkets sehr übersichtlich und logisch strukturiert. Es gibt Reiter für die Kategorien:

  • Artikel
  • Listings
  • Waren
  • CRM
  • Aufträge
  • Datenaustausch
  • CMS
  • Prozesse

Doch schnell wird klar, dass es so einfach nicht bleibt. Das Backend strotzt nur so vor Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten. Diese auch eingängig und nachvollziehbar anzuordnen ist grundsätzlich keine leichte Aufgabe. Sofern man noch nicht mit dem System vertraut ist, benötigt man einige Einarbeitungszeit, um eine Übersicht zu erhalten. Das umfassende Handbuch und die vielen Video-Tutorials helfen dabei ungemein.

Die Startseite kann an die eigenen Ansprüche angepasst werden. So können individuell Reiter für den Schnellzugang etwa zur Artikel- oder Auftragsbearbeitung gesetzt werden und auch die Reportings lassen sich im gewissen Rahmen abändern. Auch das Interface kann optisch an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Hierfür stehen eine Reihe von Themes bereit, mit denen das Backend nach individuellen Wünschen eingefärbt werden kann. Daneben lässt sich das Backend in deutscher und englischer Sprache einstellen.

Für die Artikelpflege steht ein umfangreiches Interface zur Verfügung, über das alle Artikel in ihrer Hauptvariante und allen weiteren Varianten eingestellt werden können. Der Hauptartikel ist dabei nicht löschbar, Varianten können hingegen frei bearbeitet werden. Bereits bestehende Daten können via CSV-Import und dem Import von eBay-Listings hinzugefügt werden.

Für das Reporting stehen eine Reihe von Erweiterungen, darunter der Klassiker Google Analytics, zur Verfügung. Über zahlreiche Plugins kann das Backend zusätzlich funktional erweitert werden. Insbesondere Hilfestellungen für das Multichannel Marketing, wie zusammengeführte Artikellisten, sowie für das SEO verbessern die Performance ungemein.

Das Backend kann zusätzlich mit der eigener App erweitert werden. Diese ist kostenlos im Google Play Store und bei iTunes erhältlich. Hierüber kann der eigene E-Commerce rund um die Uhr überwacht werden. Zudem stellt die plentymarkets App die Basis für den Offline-Handel dar: Das POS funktioniert nur in Verbindung mit der App.

Bewertung: 7/10

Mit dem Backend von plentymarkets besitzt man ein mächtiges Verwaltungs-Tool, in dem alle Kanäle zusammenfließen und über unzählige inklusive und zusätzliche Funktionen verwaltet werden. Diese Fülle an Optionen macht das Interface zwar etwas unübersichtlich, doch können Klickpfade über Personalisierungen verkürzt werden. Zudem steht das umfassende Handbuch mit detaillierten Erläuterungen zur Verfügung.

7. Marketing

Von dem hohen Angebot an Erweiterungen profitiert insbesondere das Marketing. Dieses ist aber auch im Grundzustand sehr gut ausgestattet.

So sind Gutschein- und Rabattcodes standardmäßig möglich. Die Einstellungsmöglichkeiten sind dabei recht vielfältig. So können Verfallsdaten und sogar die Anzahl der Codes bestimmt werden. Auch Bundlings und Staffelpreise sind ohne weiteres realisierbar. Für das Upselling steht die eigene Funktion „Artikellisten“ zur Verfügung. Die über frei erstellbare Tags logisch miteinander verbundene Artikel werden so gemeinsam dargestellt.

Für das SEO stehen in der Grundausstattung einige praktische Funktionen, wie die automatische SEO-Optimierung oder Title und Meta-Descriptions für jede Seite zur Verfügung. Über viele Erweiterungen ist das SEO weiter ausbaufähig, etwa mit dem SEO Checker für das Frontend.

Für das E-Mail-Marketing steht eine grundlegende Funktion bereits von Haus aus bereit. Eine Erweiterung ist damit nicht zwingend notwendig. Wer aber komplexere und funktionsstärkere Optionen verlangt, kann diverse Newsletter Software integrieren.

Das Omnichannel-Marketing ist – entsprechend des Namens – der Kern von plentymarkets. Aus diesem Grund bietet die Shop-Software bereits alles, was es für den Verkauf über mehrere online- und offline-Kanäle benötigt. So stehen für das Multichannel Marketing mehrere Anbindungen an Marktplätze, Preisportale und Shopsoftware bereit. Ein eigenes POS verbindet den plentymarkets Shop zudem mit stationären Läden und mehreren Lagern.

Social Media Marketing ist ein Grundpfeiler des E-Commerce. Über plentymarkets können daher Like- und Share-Buttons aller sozialen Kanäle eingebunden werden – auch von Whatsapp. Zudem lassen sich Instagram Feeds und eine Message Bar für mehr Kundennähe einblenden. Was allerdings fehlt ist eine Direktanbindung für den Verkauf über Facebook oder Produktwidgets für den Direktverkauf über Social Media oder einen Blog.

Jeder plentymarkets Shop ist bereits mit dem Trusted Shops Siegel und einigen anderen Zertifizierungen ausgezeichnet. Das weckt Vertrauen bei den Kunden und sorgt auf lange Sicht für höhere Umsätze. Noch mehr Sicherheit beim Onlinekauf geben Kundenbewertungen. Plentymarkets bietet dafür eine eigene Lösung für Kundenfeedbacks, weitere Möglichkeiten sind Widgets von Ekomi oder EHI. Auch Fragen zu den Artikeln sind über ein Widget möglich.

Bewertung: 9/10

Das Marketing ist bei plentymarkets sehr gut aufgestellt. Die ERP bietet für jede Schaltstelle bereits eigene Lösungen, die mit zusätzlichen Integrationen funktional noch erweitert werden können. Omnichannel Marketing kann so ganz leicht realisiert werden.

8. Schnittstellen

Hier spielt plentymarkets seine große Stärke voll aus. Die Software strotzt nur so vor unterschiedlichsten Schnittstellen. Mit dem ERP lassen sich eine Vielzahl von externen Portalen und E-Commerce Software problemlos anbinden. Die meisten Integrationen sind sogar kostenlos im eigenen Marketplace erhältlich. So bleiben keine Wünsche offen.

Für den Versand stehen mehrere Dienstleister als Plugin bereit, darunter DHL, DPD und Hermes. Und auch beim Payment ist die Shop-Software sehr gut aufgestellt: mehr als 25 Zahlungsdienstleister, darunter Skrill, Klarna, AFEX, SAGE Pay, Amazon Pay oder PayPal, können neben klassischen und mobilen Zahlungsmethoden über Plugins genutzt werden.

Ähnlich umfänglich sind die Möglichkeiten für Marketplaces und Vergleichsportale. Unter den über 40 Möglichkeiten finden sich Integrationen zu Amazon, eBay, Etsy, billiger.de, Check24 oder auch Fashion.de. Auch die externen Webshop-Anbieter shopify, Shopware und WooCommerce lassen sich problemlos anbinden. Daneben finden sich spezifische Schnittstellen zur Crossselling-Optimierung.

Auch im Bereich E-Mail Marketing kann plentymarkets mit einer Vielzahl an Schnittstellen aufwarten. Mail-In-One, Simplyletter oder auch Newsletter2Go. Kleinere Lösungen für Newsletter-Registrierungen oder einer Blacklist sind ebenfalls im Marketplace zu finden.

Social Media Marketing ist der einzige Bereich, der weniger umfangreich ausgestattet ist. Direkte Anbindungen gibt es nur zu YouTube und Instagram. Daneben gibt es zwei Lösungen zur Einbindung von Social Media Buttons und einem Whatsapp Share Button, sowie ein Facebook-Pixel.

Die E-Commerce Software bringt bereits seine eigenen Tools in der Grundausstattung mit. Warenwirtschaft, Bestell- und Kundenverwaltung, PIM und vieles mehr sind voll integriert. Wem das nicht reicht, kann immer noch auf externe Lösungen von Pixi oder SAGE zurückgreifen.

Für ausführliche Statistiken stehen neben der obligatorischen Google Analytics Anbindung auch Plugins wie minubo oder econda zur Verfügung. Doch das Angebot kann mit vielen weiteren Integrationen aufwarten, etwa mit dem professionellen Übersetzungs-Tool DeepL oder diversen Tools zur Rechtstext-Erstellung.

Bewertung: 9/10

Das modulare Prinzip von plentymarkets wird über die Vielzahl an Integrationen noch perfektioniert. Im eigenen Marketplace finden sich zu fast allen Themen passende Plugins, sodass der Onlineshop jederzeit mit den genau passenden Integrationen erweitert werden kann.

9. Sicherheit

Der Datenschutz ist zu jeder Zeit gewährleistet. Die Server stehen in Deutschland und den UK und sind von TÜV Saarland zertifiziert. Regelmäßige Sicherheitsupdates, ein tägliches Backend und modernste Servertechnik garantieren zu jeder Zeit die beste Performance und verhindern teure Datenverluste. Die Infrastruktur ist hoch skalierbar und passt sich stets den Anforderungen an. Ein SSL-Zertifikat ist zwar nicht inklusive, kann aber hinzugebucht werden.

Rechtliche Aspekte wurden in den einzelnen Elementen soweit umgesetzt, sodass Händler nur noch wenig nachjustieren müssen. Ein Plugin für eine Cookie-Bar sowie Schnittstellen zu diversen Rechtsberatungen schützen zusätzlich vor teuren Abmahnungen.

Bewertung: 8/10

Das Cloud-Hosting von plentymarkets verspricht höchste Performance und jederzeit gesicherte Daten und Datenverkehre. Die Server sind perfekt an das Shop-System angepasst und passen ihre Ressourcen automatisch an die Bedürfnisse des Onlineshops an. Auch die rechtliche Umsetzung ist sehr gut gelungen und bietet höchste Sicherheit.

10. Support

So umfangreich das Funktionsspektrum, so breit gefächert ist auch das Support-Angebot von plentymarkets.

Auf der Website von plentymarkets werden Video-Tutorials, Whitepaper mit umfangreichen Tipps zum E-Commerce, eine Dokumentation mit allen Informationen für Entwickler und ein ausführliches Handbuch angeboten. Insbesondere die Video-Tutorials bieten den perfekten Einstieg in alle Funktionen von plentymarkets. So gibt es etwa Videos zu den Grundeinstellungen, zu Amazon, dem Onlineshop, der Warenwirtschaft oder dem POS. Im eigenen Blog und den Publikationen behandelt plentymarkets diverse Themen ausführlich.

Hilfe kommt auch aus der großen Community. Alle Tarife können auf den kostenlosen Foren-Support zurückgreifen. Lediglich der Plus-Tarif profitiert zusätzlich von individueller Betreuung per Telefon oder vor Ort.

In regelmäßigen Abständen bietet plentymarkets Workshops an, bei denen Experten den aktuellen Wissensstand ausführlich und verständlich vermitteln. Daneben gibt es auch kostenlose Webinare, bei denen alle Aspekte der ERP-Software behandelt werden. Beide Angebote können sowohl von Kunden als auch von Interessierten besucht werden, hier werden wirklich alle Fragen ehrlich beantwortet.

Ein sehr individueller Support bzw. eine persönliche Betreuung bieten auf plentymarkets spezialisierte Agenturen. Über die eigene Projekt-Börse können passende Agenturen für das eigene E-Commerce Projekt gefunden werden.

Und wer plentymarkets einmal persönlich kennenlernen will, findet das Team entweder auf diversen Messen wie der E-commerce Berlin oder dem 12. Online-Händler-Kongress Kassel, oder man besucht einen der bundesweiten plentymarkets Stammtische.

Bewertung: 9/10

Das Support-Angebot ist besonders umfangreich, vom Selbst-Support, über Seminare über Telefon-Support bis hin zum Stammtisch. Leider ist der Telefon-Support nur dem Plus-Tarif vergönnt.

Alternativen

Plentymarkets lässt sich nur schwer im Shopsysteme Vergleich bewerten, da das Hauptaugenmerk weniger auf dem Onlineshop und mehr auf dem Omnichannel liegt. Und in diesem Bereich kann sich soweit keine andere Shop-Lösung mit plentymarkets messen.

Kleinere Unternehmen und Startups, die nur einige wenige Artikel über ihren Onlineshop und eventuell über Amazon vertreiben, können schlankere Software-Lösungen wie OmecoCloud oder Shopify die bessere Alternative sein. Für größere Shop-Projekte bieten sich auch die E-Commerce Systeme Shopware und Magento an. Deren Backends sind leichter in der Bedienung und bieten einen ähnlich großen, wenn auch längst nicht so differenzierten, Funktionsumfang.

Zusammenfassung

Plentymarkets ist ein sehr starkes E-Commerce-Tool mit vielen Inklusiv-Funktionen und noch mehr zusätzlichen Erweiterungen. Die Software bietet die perfekte Umgebung, um komplexe Geschäftsprozesse über mehrere Verkaufskanäle hinweg miteinander zu verbinden, zu synchronisieren und noch effizienter zu gestalten. Das umfassende Verwaltungs-Backend bietet dafür die perfekte Umgebung. Mit den unterschiedlichen Tarifen ist für jede Shopgröße und jeden Anspruch das passende Angebot dabei. Vom kostenlosen Starter- bis hin zum allumfassenden Profi-Paket bietet plentymarkets umfassende Funktionspakete zu fairen Preisen.

Doch dieser riesige Leistungsumfang kann sich auch ins Negative kehren. So leidet vor allem das Backend-Interface unter dem Groß an Funktionen. Es wirkt unübersichtlich und einzelne Funktionen sind umständlich umgesetzt. Ein Blick in das große Handbuch bietet zwar meist die passende Lösung, doch auch hier wird klar: plentymarkets ist extrem komplex und erfordert viel Geduld, Durchhaltevermögen und vor allem ausreichendes Vorwissen aus dem E-Commerce und Script-Sprachen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu plentymarkets

1. Was ist plentymarkets?

Plentymarkets ist keine klassische Onlineshop-Software, sondern ein hochfunktionales ERP mit vielen Anbindungsmöglichkeiten zu diversen Verkaufskanälen, einer zentralen Artikel-Verwaltung und eigenem WaWi.

2. Wie funktioniert plentymarkets?

Das ERP ist eine modulare Software, welche in der Cloud erreichbar ist. Das Backend und einzelne Bereiche davon sind über eigene URLs direkt im Browser abrufbar. Vor allem die Ersteinrichtung benötigt etwas Einarbeitungszeit. Dies liegt an der sehr modularen Logik, alle Funktionen müssen separat installiert, verbunden und eingerichtet werden.

3. Was kostet plentymarkets?

Die Tarif-Gestaltung ist recht komplex. In den Starter-Tarifen wird neben monatlichen Gebühren zwischen 0 und 79 EUR auch eine Transaktionsgebühr in Höhe von 0,5 bzw. 0,4 % erhoben. Die Grundpreise der Pro-Tarife liegen bei 129 bzw. 249 EUR, hinzu kommen noch Transaktionsgebühren, die sich entweder am Umsatz, an den Transaktionen oder vordefinierten Auftragspaketen orientieren. Die monatlichen Zusatzgebühren können so schnell bei über 3.000 EUR liegen.

4. Welche deutschen plentymarkets Shops gibt es?

Plentymarkets ist trotz seiner komplexen und teils komplizierten Verwaltung sehr beliebt und wird auch von bekannten Marken wie Stabilo, WMF oder Dein Klettershop eingesetzt.

5. Wie kann ich mein plentymarkets Konto kündigen bzw. löschen?

Die Kündigung wird ganz klassisch vorgenommen. Es besteht eine 1-monatige Kündigungsfrist vor Ablauf der vereinbarten Zeit oder der Mindestvertragslaufzeit. Vor deren Ablauf muss die Kündigung mindestens in Textform eingereicht werden.

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